• HTL Mössingerstraße

Schülerinnen der HTL-Mössingerstraße forschen in CERN

Subventioniert vom Frauenbüro der Stadt Klagenfurt reisten 40 interessierte Schülerinnen der HTL Mössingerstraße zum Mekka der Forschung nach CERN. Im Sinne der Begabtenförderung waren auch neun Burschen der Astrophysikgruppe mit von der Partie.

CERN 2012 Gruppe

Am Dienstag, 20. März, startete unsere Reise pünktlich um acht Uhr mit dem Reiseunternehmen Cool-Tours. Begleitet wurden wir von Profin. Maga. Gigacher, Profin. Maga. Kasper und Prof. Mag. Kollmitzer. Mit dem Bus ging es über Italien nach Genf. Die zwölfstündige Reise war aufgrund der Vorfreude auf CERN, durch die wohltuende italienische Landschaft, diverse Pausen und Spielfilme, sowie unsere netten Chauffeure durchaus angenehm. Der Anblick des Sonnenunterganges am Genfer See machte jedenfalls etwaige Reisestrapazen wieder wett. Am Ziel angekommen, mussten wir unser Gepäck noch bergan zu unserer idyllischen Unterkunft, dem Jugendgästehaus „La Cezille“, schleppen, wo wir die nächsten 3 Nächte verbrachten.

CERN 2012 UNTERKUNFT

Am Mittwoch stand ein Besuchstermin beim Hauptsitz des Roten Kreuzes, der „International Federation of Red Cross and Red Crescent Societies“, am Plan. Wir bekamen einen Film vorgeführt und konnten uns mit den überaus netten Mitarbeitern und Mitarbeiterinnen über das Rote Kreuz, dessen Aufgaben und über Praktikums- und Arbeitsmöglichkeiten unterhalten. Im Anschluss ging es in das Stadtzentrum von Genf, um Sehenswürdigkeiten und Shoppingmeile genauer unter die Lupe nehmen zu können.

CERN 2012 GENF

Dann am Donnerstag kamen wir zum Kern unserer Reise, dem Forschungszentrum CERN! Auf diesen Programmpunkt hatten wir schon alle gebrannt und unsere Erwartungen wurden nicht enttäuscht. Univ.-Doz. Dr. Dipl.-Ing. Claudia-Elisabeth Wulz, eine gebürtige Österreicherin und Projektleiterin in Cern, hatte unseren Besuch perfekt vorbereitet und sorgte dafür, dass wir im Laufe des Tages einen guten Einblick in die Forschungsbereiche in CERN bekamen. Fürsorglich wurden wir von ihr bereits am Parkplatz erwartet und von dort startete unsere Führung durch das riesige Gelände, das teilweise in der Schweiz und teilweise in Frankreich liegt.

Derzeit hat CERN 3.150 Mitarbeiter aus 20 Mitgliedstaaten, CERN ist das weltgrößte Forschungszentrum auf dem Gebiet der Teilchenphysik.

CERN 2012 ACC

Der gesamte Teilchenbeschleuniger besteht aus mehreren Beschleunigungskreisen, wobei der größte und letzte, der LHC, einen Umfang von 27 km besitzt. In diesem werden kleinste Teilchen auf 99,99998 % der Lichtgeschwindigkeit beschleunigt und zum Kollidieren gebracht.

CERN 2012 TECHNIK 1

Zuerst besichtigten wir das Hauptgelände, dabei wurden wir in zwei Gruppen unterteilt und von Wissenschaftler/innen durch die verschiedenen Projekte in CERN geleitet. Nach der Besichtigung des Computerzentrums und zweier Forschungsprojekte, LEIR /PS und LINAC2, ging es in die Kantine, wo wir uns verköstigen ließen. Dann, am Nachmittag, fuhren wir mit dem Bus über die französische Grenze weiter zum CMS-Projekt. Dort konnten wir den Vorbeschleuniger sehen und unter die Erde fahren, um die Servicekaverne selbst zu besichtigen. Wir warfen auch einen Blick auf den Schacht, durch den der größte Teil des Beschleunigers hinuntergelassen worden war. Daraufhin ging es wieder zurück in die Schweiz, zu den Projekten SM18 und ATLAS. Wir besuchten auch den riesigen Globe, wo wir eine Lichtschau präsentiert bekamen, die einfach cool war. Die augenförmigen, extrem bequemen Stühle trugen ihren Teil zur guten Atmosphäre bei.

Nach einem erfüllten, hoch interessanten aber auch anstrengenden Tag kehrten wir am Abend mit rauchenden Köpfen, vollgefüllt mit Wissen, in unsere Unterkunft zurück. Auch die Nacht war wenig erholsam, denn unsere Exkursionszeit wollten wir nicht mit zuviel Schlaf vergeuden. Doch glücklicherweise gibt es bei einer Schweiz-Exkursion auch auf der Heimreise 12 Stunden Busfahrt, in denen man versäumten Schlaf nachholen kann. ;-)

Wir bedanken uns bei allen, die diese Reise möglich gemacht und organisiert haben, besonders aber bei Frau Dr. Claudia-Elisabeth Wulz.

Verfasserinnen: Tamara Barounig 4DHELI, Julia Kabalar 3AHETE, Profin. Cornelia Gigacher